06.08.2018

Industrie 4.0: Führungsstärke allein reicht nicht

Die Interim-Branche in Deutschland wächst, weil Firmen neu und vor allem flexibler denken. Das gilt auch für Interim Manager in einem stärker werdenden Wettbewerb.

Projektarbeit und Interim Management nehmen seit Jahren zu. Laut einer aktuellen Studie des Personaldienstleisters Hays setzen 78 Prozent der befragten Firmen über alle Branchen hinweg auf Freelancer mit IT-Fachkenntnissen. Im Vergleich zur Vorjahresstudie stieg der Bedarf um neun Prozentpunkte. Für Experte Dr. Ulrich Lehmann keine Überraschung: „Damit der digitale Wandel gelingt, müssen Firmen digital denken und benötigen für die Umsetzung dann Lösungen im IT-Bereich. Interim Manager können das zu ihrem Vorteil nutzen, denn besonders gefragt sind Experten, die jetzt die passenden Hard und Soft Skills vorweisen.“

IT-Lösungen und Digitalisierungs-Know-how gefragt

In Vertrieb und Marketing setzen Firmen zunehmend auf digitale Projekte wie E-Commerce, Multichannel-Präsenz und Lenkung der Customer Journey.

Dr. Ulrich Lehmann

Dr. Ulrich Lehmann, erfahrener Manager auf Zeit mit umfangreicher Mandatserfahrung im Mittelstand und bei Big Playern, weiß, vor welchen Herausforderungen viele Firmen stehen. Unternehmen, die in einer zunehmend digital organisierten Welt bestehen wollen, benötigen digitale Lösungen. Eine Website hat heute jede Firma, einen Webshop aber nicht. „Gerade in Vertrieb und Marketing setzen Unternehmen zunehmend auf E-Commerce, Multichannel-Präsenz, Lenkung der Customer Journey und zunehmend auch auf externe Experten, die das dafür notwendige Wissen mitbringen“, so der Fachmann. Im Produktionsbereich entwickeln sich 3D-Druck und Smart Factoring zu sehr gefragten Know- und Do-how-Bereichen. Wer hier nicht über die passende Expertise verfügt, hat es im Werben um lukrative Mandate schwer. Zumal der Konkurrenzdruck steigt. „Der Interimer Pool in Deutschland wächst schon seit vielen Jahren um mehr als fünf Prozent jährlich“, so Lehmann.

Design Thinking und Big Data

Sind IT-Profis und Digitalisierungsexperten also die neuen Überflieger auf dem Interim-Markt? „Branchen- und Fachwissen bleiben selbstverständlich auch weiterhin eine wichtige Währung für Interimer“, sagt Lehmann. Über neu entstandene Themen von Digitalisierung, Design Thinking und Big Data sollten sich insbesondere Führungskräfte fortbilden. Nur so können sie in einer veränderten Arbeitswelt weiterhin effektiv agieren. „Führungsstärke alleine reicht nicht aus. Wer keine Lösungen für den digitalen Wandel anbietet, wird für Firmen weniger interessant“, so Lehmann.

Foto: danchooalex/istockphoto.com
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Ulrich Lehmann
Seit mehr als zehn Jahren ist Dr. Ulrich Lehmann als selbstständiger Interimer aktiv. Er kommt aus der Unternehmensberatungs- und später Baumaterialbranche und war als Experte für Marketing und Vertrieb bereits in vielen Projekten im Einsatz.
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