10.04.2020

Fit bleiben, hochfahren, durchstarten!

Als Strategie-Umsetzungs-Berater unterstützt Susanne Kremeier Unternehmen dabei, neue, wegweisende Strategien mit und durch den Faktor Mensch umzusetzen. In der heutigen Situation liegt es nahe, erst einmal in den Krisenmodus zu verfallen. Besser wäre es, schon jetzt  an die Zeit „danach“ zu denken. Frau Kremeier erklärt wieso und wie.

Susanne Kremeier

Frau Kremeier, was verbinden Sie mit der Corona Krise?

Susanne Kremeier: Zunächst denke ich natürlich mit Schock und Trauer an all die vielen die ihr Leben gelassen haben. Dann aber sehe ich auch viel Positives. Wir erleben ein neues Mit- und Füreinander. Wir Deutschen helfen, wo es geht, die Italiener und Franzosen unterhalten einander mit Musik und Quiz auf dem Balkon. Das gibt mir ungemein Hoffnung für die Zeit ‚danach‘. Das wird auch die Wirtschaft sehr positiv beeinflussen.

Bundeswirtschaftsminister Altmeier spricht von einem Fitness Programm für die Wirtschaft. Was halten Sie davon?

Susanne Kremeier: Ich finde das eine ausgezeichnete Idee. Wir lernen heute viel über uns. Natürlich lernt jeder für sich, z.B., wie ausgeprägt die eigene Stresstoleranz ist. Aber er lernt auch, was er alles wie kann, was vorher vielleicht nie verlangt wurde. Da gibt es Krawatten, die jetzt Mundschutz sind. Oder Parfüm, das jetzt Desinfektionsmittel ist. Oder Auspuffe, die jetzt Beatmungsgeräte sind. Jeder Unternehmer sollte jetzt darüber nachdenken, welche neuen Kompetenzen er und all seine Mitarbeiter entdeckt haben.

Was sollte man mit dem Wissen anfangen?

Wer heute Coaching im Krisenmanagement einsetzt, profitiert auch beim Restart und den folgenden, strategischen Veränderungsprozessen durch verbesserte Resilienz und Frische.

Susanne Kremeier

Susanne Kremeier: Vijay Govindra hat in seinem Buch ‚10 Rules For Strategic Innovators‘ beschrieben, dass man in derartigen Situationen entscheiden sollte, womit man aufhören will, was man mit in die Zukunft nehmen möchte, und was man Neues lernen muss, um langfristig erfolgreich zu sein. Jetzt ist die Zeit, Geschäfts-, Arbeitszeit- und Kompetenzmodelle radikal zu überdenken.

Wie stellt man das am besten an?

Susanne Kremeier: Armin Laschet z.B. geht das clever an: er bildet einen sehr vielfältigen Expertenrat bestehend aus Personen der Wirtschaft, Lehre und Forschung. Ich würde diesem Team noch einen ‚offiziellen Visionär‘ zufügen, der quer- und vordenkt, damit die Zukunft so umfassend und erfolgreich wie möglich gestaltet werden kann. So jemand wie Herrn Horx, der in seinem 4ten Post-Corona-Szenario eine resiliente Gesellschaft beschreibt. In dieser liegt der Fokus auf einer gesunden Balance zwischen lokal und global; das Gesundheitssystem wird viel wichtiger in Politik und Gesellschaft. Es gibt eine neue Wir-Kultur, und die KI verliert ihren Schrecken.

Was bedeutet das für Unternehmen?

Susanne Kremeier: Die Corona Krise relativiert viel. Alles, was bisher als sicher galt, steht in Frage. Das sollte man positiv einsetzen und alles, was bisher als gesetzt galt im Unternehmen zur Diskussion stellen. Dazu muss man körperlich und geistig voll auf der Höhe sein. Das gilt besonders für Entscheider und Führungskräfte. In der gegenwärtigen Phase kann es viel Sinn machen, sich z.B. durch professionelle Coachings externe Unterstützung zu holen. Dann kann man den Restart meistern und ganz neue Ziele angehen, wenn der Deckel wieder angehoben wird.

Das Gespräch als Video gibt es hier.

Foto: Screenshot A. Mauer
Head of Strategy Implementation
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Susanne Kremeier
Die Diplom-Betriebswirtin und Master of Science for Organisational Psychology setzt ihre Erfahrung im Audit und in der Umsetzung zukunftsfähiger Strategien ein. Hierbei nutzt sie ihre 30-jährige Erfahrung in Linie und Stab, in großen wie kleinen Unternehmen, als Angestellte und als Selbständige.
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