13.12.2020

Wandel braucht Vertrauen

Zum 2. Advent wollen wir beschreiben, wie wir bei proINject mit den Herausforderungen von 2020 umgegangen sind. Unsere Reaktion stand unter zwei Prämissen:

1. Wir tun das, was wir unseren Kunden raten, auch im eigenen Unternehmen.

2. Wir ergreifen die Gelegenheit und verändern uns konsequent in Richtung „New Normal“ und beschränken uns nicht von vorne herein auf die Wiedererlangung des „Status vor Krisenbeginn“.

Ein bemerkenswerter Aufsatz von Zukunftsforscher Matthias Horx vom März begleitete uns dabei. Er hat darin das Instrument der „Re-Gnose“ eingeführt. Dabei nutzt er in der Gegenwartsbewältigung einen sogenannten Zukunfts-Sprung: Man schaut von der Zukunft aus zurück ins Hier und Jetzt. Dadurch wird es leichter, die Wirksamkeit des Handelns einzuschätzen und zu bewerten. An dieser Idee haben wir uns konsequent orientiert.

Dadurch war 2020 für uns nicht nur das Jahr der Krise, sondern vor allem das Jahr der Selbst-Reflexion, Reorganisation und Neu-Orientierung. Zunächst mussten wir allerdings am ersten Wochenende im März sehr schnell alle erforderlichen Aktionen einleiten, um uns betriebswirtschaftlich auf die herannahende Krisensituation einzustellen. Das waren zunächst Maßnahmen zur Kosteneinsparung und Effizienzsteigerung. Dabei haben wir auch scheinbar Etabliertes hinterfragt. Mit dem Ergebnis, dass wir z.B. unsere elektronische Plattform zunächst einmal eingemottet haben. Zwar haben wir viel über die Technologie und den Betrieb der digitalen Vermittlungshilfe gelernt; der Service selbst wurde aber bisher weder von Experten noch von Kunden ausreichend angenommen. Dafür haben wir unsere Kommunikation technisch in die eigenen Hände genommen und neue Formate und Medien ausprobiert.

Wir haben selbst getan, was wir unseren Kunden raten.

Axel Kellermann/Alexander Mauer

In der Zeit des ersten Lockdowns haben wir uns nochmals intensiv mit unseren Werten befasst. Eine sehr wertvolle Übung, bei der sowohl das Ergebnis als auch die Prozessschritte der Erarbeitung selbst dem Unternehmen Richtung und Kultur geben. Sie helfen, das eigene Profil zu schärfen. Worum geht es uns eigentlich? Warum tun wir das? Dem Ergebnis dieser Überlegungen sollte sich dann alles Weitere unterordnen. In unserem Fall war schnell klar, was unsere Mission ist: Wir wollen, dass Wandel gelingt.

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Die Art und Weise, wie wir tätig werden, beschreiben unsere Werte konkret. So verhalten wir uns unseren Kunden, Dienstleistern und Kollegen gegenüber. Morgens, abends, im Mandat und außerhalb, beruflich, unter Druck und privat.

Dabei kommt besonders unser Bewusstsein zum Ausdruck, dass wir für eine erfolgreiche Arbeit das Vertrauen unserer Kunden benötigen. In der Phase der Projektentstehung, wenn es darum geht, mit Transparenz und Offenheit Lösungsansätze und Verbesserungspotentiale zu identifizieren und für die Projektarbeit zu definieren. In der Umsetzungs- und Implementierungsphase, wenn insbesondere Führungskräften ein erhebliches Maß an aktiver Mitgestaltung und „Vorleben“ abverlangt wird. Und schließlich bei der abschließenden Projektbewertung und der Prüfung, ob alle Maßnahmen erfolgreich implementiert wurden. Dies schließt die umfassende Übergabe und Übernahme der Verantwortung durch das Unternehmen mit ein.

Uns kommt es gleichermaßen darauf an, all dies in jederzeitigem Respekt vor allen Beteiligten zu tun. Wir nehmen uns selbst nicht so wichtig, ohne auf Durchsetzungskraft zu verzichten: der Sache wegen.

Und wir haben auch unterschiedliche Formen der „Illustrierung“ ausprobiert und dem Arbeitsklima und -stil, Geschmacksrichtungen und Musikgenres zugeordnet. Vielleicht ist das Ergebnis zur Musik besonders aussägekräftig: Techno und Jazz. Der treibende, schwere, elektronische Grundrhythmus verbunden mit der Leichtigkeit und Feingliedrigkeit, dabei höchster Präzision des Kunstvollen.

Auf Basis der Werte haben wir uns weiter „nach vorne“ orientiert und das Angebot unserer Dienstleistung geschärft. Wir wollen die Bedürfnisse unserer Kunden in der Krise und darüber hinaus treffsicher erfassen und gemeinsam nachhaltig bearbeiten. Mit dem Krisentagebuch machten wir sehr früh deutlich, dass in jeder Krise auch eine Chance besteht, z.B., wenn man die teils extremen äußeren Einflüsse als Stresstest für das Unternehmen begreift und die Geschehnisse detailliert dokumentiert. Man beobachtet intensiv, beschreibt das Erlebte und kann damit gezielt dort Maßnahmen ergreifen, wo sie besonders benötigt werden. Das Krisentagebuch (oder auch eine eigene Dokumentation des Krisenverhaltens) kann die Basis  für gezielte Veränderungsmaßnahmen bilden, von denen wir einige mit Kollegen aus dem Council of Experts konkret erarbeitet, in unserem eMag „Das MagazIN“  publiziert und teils per Videogespräch vorgestellt haben. Thematisch ging es um Führungskräfte-Coaching in Krisensituationen, Cash- und Supply Chain Management oder Prozess- und Restrukturierungs-Unterstützung, um nur einige zu nennen.

All dies konkretisiert unser Mission Statement und schafft mit unserem wertegetriebenen Umsetzungsversprechen eine klarere Abgrenzung zu den reinen Vermittlern. Wir sind Transformationsberater und unterstützen unsere Kunden durch die Übernahme eigener Mandate. Wir bringen unsere Kompetenz und Erfahrung direkt in die Aufgabe ein. Ebenso kommen die herausragenden Experten unseres Netzwerks zum Einsatz. Nach Themen-Schwerpunkten bündeln wir die Netzwerk-Kompetenz weiterhin im Council of Experts, dessen Mitglieder uns und allen eingesetzten Experten innerhalb und außerhalb von Mandaten beratend zur Verfügung steht. Damit heben wir uns ganz bewusst von den Providern ab, deren Kompetenz sich auf das Auffinden von Kandidaten und deren Vorstellung beschränkt.

Mit dem, was wir in diesem schwierigen Jahr 2020 erarbeitet haben, sehen wir uns operativ und strategisch gestärkt aus Corona hervorgehen: future- & bullet proof.

Wie alles andere bleibt aber auch unser Status stetiger Veränderung unterworfen. Uns immer weiter zu entwickeln, ist mit der täglichen Arbeit und den Werteentscheidungen untrennbar verbunden. Insofern freuen wir uns sehr über Feedback und Anregungen. Diskutieren Sie mit uns! Sind unsere Werte relevant? Ist ein kompetenz-orientiertes Angebot attraktiv?

Nächste Woche beschäftigen wir uns mit den Beobachtungen, die wir aus Gesprächen mit Kundenunternehmen und Kollegen zusammengetragen haben und stellen einige Erfolgsfaktoren heraus.

Visuals: A. Mauer
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Das Team von proINject – Interim Network
Wandel ist positiv! Wir sorgen mit Know-How und Empathie dafür, dass Veränderung gelingt. Alexander Mauer und Axel Kellermann sind Transformations-Profis und als selbstständige Interim-Experten aktiv. 2017 gründeten die Branchenkenner proINject – Interim Network.
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